KRIEGER AUF GOR


DER KRIEGERKODEX DER GOREANISCHEN KRIEGER

Der Kriegerkodex ist die Basis des Handelns eines jeden Kriegers. Ein Verstoß gegen diesen Kodex ist unvorstellbar. Im Folgenden will ich einige Teile dieses Kodex, wie sie in den Büchern zu finden sind, darstellen.
"Sei stark und tue deinen Willen. Deine Grenzen setzen dir die Schwerter der anderen."
"In der Reichweite seines Schwertes ist jeder Mann ein Ubar."
"Stahl ist die Währung des Kriegers. Mit Stahl erwirbt er was ihm gefällt."
"Krieger haben einen gemeinsamen Heimstein. Sein Name lautet Schlacht."
Der Kriegerkodex kennt eine Art von goreanischer Ritterlichkeit: eine Frau kann sich in den Schutz eines Kriegers begeben, der dann für sie sorgen muss. Anders als bei irdischer Ritterlichkeit, bei der die Frau alle Vorteile aber keine Pflichten hat, ist dies auf Gor ein Geben und Nehmen. Denn die Frau muss sich dazu dem Mann ergeben. Sie wird sein Besitz, wenn er dies annimmt. Ablehnen kann er nur, wenn er die bittende Frau tötet.
Will ein anderer Krieger diese Frau haben, muss er den Besitzer herausfordern und diesem die Wahl der Waffen überlassen.

Schwertbruderschaft:
Wenn ein Krieger einen anderen verwundet, werden die Krieger zu Schwertbrüdern. Es sei denn, einer der Krieger weist das Blut formell zurück. Dies beweist, dass die Zugehörigkeit zur Kriegerkaste einen höheren Wert hat als etwa die Verpflichtung gegenüber einer Stadt oder einem Heimstein.

Der Kriegerkodex besagt, dass nur der Tod in der Schlacht dem Manne angemessen ist.
Zu Sklaven darf ein Krieger nicht über den Kriegerkodex reden.
Krieger dürfen keinen Selbstmord begehen oder andere dabei unterstützen.

Die Kriegerkaste kennt eine Art Erkennungsritual, ähnlich den Wortwechseln irdischer Zünfte.
Hier ein Beispiel:
"Bist du Krieger?" fragte Labenius.
"Ja," sagte ich.
"Höret," sagte Labenius zu seinen Männern. "Er ist Krieger."
"So sagt er," sagte ein Kerl mürrisch.
"Wie lautet der 97ste Spruch des Kodex?" fragte Labenius.
"Meine Schriften mögen anders sein als die in Ar," sagte ich. Tatsächlich sollten die Schriften gemäß den Konventionen...überall, zumindest in den großen Städten, gleich sein.
"Willst du reden?" fragte Labenius.
"Entfernt die Frau," sagte ich.
"Er ist Krieger," sagte einer der Männer. (Anm.: offenbar ist dies ein feststehendes Wechselgespräch und der bisherige Verlauf ließ bereits erkennen, dass der Befragte die richtigen Antworten kennt).
... "Man lehrte mich, dass der 97ste Spruch ein Rätsel darstellt," sagte ich."Was ist unsichtbar und doch schöner als Diamanten?"
"Und die Antwort?" fragte Labenius nach.
"`Das was schweigsam ist aber den Donner verstummen läßt.'"
Die Männer sahen sich an.
"Und was ist das?" fragte Labenius.
"Das selbe," sagte ich, "wie das, das keine Waage niederdrückt und doch schwerer wiegt als Gold."
"Und was ist dies?" fragte Labenius.
"Ehre," sagte ich
"Er ist ein Krieger," sagte ein Mann.

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Waffen und Rüstungen der Krieger auf Gor

Rüstung
Mit Ausnahme von Helm und Schild sind keinerlei Schutzwaffen (Rüstungen) auf Gor gestattet. Kein Kettenhemd, kein Plattenpanzer, auch keine Lederrüstung wird von den Priesterkönigen geduldet. Lederkleidung, wie sie von Tarnreitern, Tuchuks und anderen getragen wird, ist keine Rüstung sondern dicke Kleidung. Die stärksten erlaubten Waffen sind Armbrust, Bogen und Lanze. Feuerwaffen, Schwarzpulver, Sprengstoffe und ähnliches sind vollkommen verboten. Technisch hoch stehende Waffen wie Elektroschocker etc sind theoretisch denkbar, existieren jedoch nicht als Waffen. Tarnstäbe und verwandte Werkzeuge nutzen zwar Hochtechnologie, werden aber in der Regel nicht als Waffen verwendet. Zudem verursachen Tarnstäbe etc nur Schmerzen, ohne ernsthaft zu verletzen. Sklavenstäbe hingegen können bei höchster Einstellung durchaus töten. Diese technischen Geräte gelten jedoch nicht als Waffen.
Überwacht werden diese Waffengesetze durch sich im Orbit um Gor befindende Raumschiffe bzw Satelliten der Priesterkönige. Verstöße werden durch den 'Flammentod' geahndet, dessen Mechanismus sich ebenfalls im Orbit befindet. Jeder Verstoß WIRD entdeckt und geahndet, auch wenn dies nicht immer augenblicklich geschehen muss sondern durchaus einige Monate dauern kann. Der Flammentod, eine plötzliche Verbrennung in hellem blauem Feuerblitz, wird ohne jede Gnade eingeleitet. Wer die Waffengesetze verletzt, stirbt den Flammentod, unausweichlich.

Schilde: Der übliche goreanische Schild ist ein Rundschild ähnlich dem des antiken Griechenland. Zumeist besteht er aus mehreren (meist sieben) Lagen gehärteten Leders. In der Regel ist der Schild mit den Insignien der Stadt eines Kriegers bemalt. Das Benutzen eines Rundschildes erfordert Können, was sicherlich der Grund dafür ist, dass die Priesterkönige den Schild gestatten.
Es gibt noch weitere Schildformen auf Gor. Die Wagenvölker benutzen kleine lackierte Schilde, es finden sich in einigen Städten ovale Schilde sowie weitere Schildformen. Ein Krieger jedoch wird grundsätzlich den klassischen Rundschild als kastentypischen Schild bevorzugen.

.Helme: Der normale goreanische Helm ähnelt stark dem antiken griechischen Helm. Ein runder Vollhelm mit Y-förmigem Augen- und Atemschlitz, innen mit einem Lederfutter versehen. Viele Helme haben eine Helmzier, zB aus Sleenhaar oder in der Form einer Platte mit dem Stadtsymbol des Kriegers. Der Grund für die Erlaubnis von Helmen dürfte darin liegen, dass Helme tödliche Zufallstreffer gegen den Kopf verhindern und somit mehr Geschick erforderlich ist um beim Kampf zu siegen.
Es gibt weitere Helmformen auf Gor; in Torvaldsland finden sich konische Nasalhelme, die Tuchuks tragen einen konischen, oft mit Fell umrandeten ebenfalls offenen Helm. Diese offenen Helme besitzen nicht selten zum Schutz des Gesichts bzw des Nackens Kettengeflecht. Ähnlich wie bei den Schilden gilt jedoch auch hier: ein Krieger wird fast immer als Helm den kastentypischen geschlossenen Rundhelm benutzen.

Waffen
Kurzschwert: Die gebräuchlichste Waffe des Kriegers ist das Kurzschwert, das dem Gladius sehr ähnlich ist. Die römische Bezeichnung 'gladius' ist auf Gor als Name dieser Waffe in Gebrauch. Es ist eine etwa 60 bis 70 cm lange Waffe, beidseitig geschliffen und gut ausgewogen. Die Kürze der Waffe macht sie zur typischen Fußkampfwaffe, zudem erfordert es großes Können um mit solch einer kurzen Waffe einen Gegner, der noch dazu durch Helm und Schild geschützt ist, zu besiegen. Erneut kommt zum Tragen, dass Können, Mut und Geschick wesentliche Hintergründe für die Bewaffnung sind. Das Schwert wird in der Scheide über die linke Schulter an einem Schwertriemen getragen. Dabei befindet sich das Schwert an der linken Seite, so dass nach dem Ziehen des Schwertes die hinderliche Scheide blitzschnell abgeworfen werden kann.
Weitere auf Gor bekannte Schwerter sind typologisch als Spatha, Sax, Scramasax sowie leichter Säbel zu bezeichnen. Dies sind allerdings ebenfalls keine Kriegerwaffen.
Etliche irdische Schwerter gibt es auf Gor definitiv nicht. Degen, Katanas, Claymores oder Breitschwerter etwa gibt es nicht. Theoretisch sind diese Waffen denkbar, aber es gibt sie nicht.

Armbrust: Praktisch jeder Krieger wird an der Armbrust ausgebildet. Die Armbrust wird vornehmlich vom Rücken des Tarn aus eingesetzt.


Langbogen: Obwohl der Langbogen prinzipiell eine Bauernwaffe ist, wird jeder Krieger daran ausgebildet. Dennoch steht der Krieger dem Langbogen skeptisch gegenüber, er gilt nicht als vollwertige Kriegerwaffe.
Es gibt eine Vielzahl weiterer Bogentypen, zB den kurzen Hornbogen der Wagenvölker. Auch hier gilt: ein Krieger wird es als nützlich ansehen, den Gebrauch dieser Bögen zu erlernen, aber es sind keine Kriegerwaffen.


Lanze: Die etwa dreieinhalb Meter lange Lanze wird vom Rücken eines Reittieres wie zB einer Kaiila eingesetzt. Sie ist eine untypische Kriegerwaffe, wird aber in der südlichen Hemisphäre, zB im Bereich Turia gelegentlich auch von Kriegern benutzt.

Speer: Der Speer ist eine typische Kriegerwaffe. Zwei bis zweieinhalb Meter lang, mit einer etwa fünfzig Zentimeter langen sehr scharfen Bronzespitze, ist dies eine schwere und kräftige Waffe, die einen Schild durchdringen kann. In der Regel wird der Speer nicht geworfen, wenn auch jeder Krieger im Speerwurf ausgebildet wird.


Lasso: An sich keine Waffe, dennoch kann jeder Krieger mit dem Wurfseil umgehen. Das Wurfseil wird zum Einfangen von Tier und Mensch benutzt.

Axt: Eine gebräuchliche Waffe, besonders im Norden Gors, wird die Axt jedoch von Kriegern nicht als Waffe benutzt.


Gift: Während Waffen wie die Axt, sowie weitere Waffen wie Quiva, Tarnmesser und so weiter für den Krieger untypisch aber nicht verboten sind, ist der Gebrauch von Gift für Krieger absolut verboten. Dies wäre ein Verstoß gegen die Kastenregeln, der mit Pfählung geahndet würde.

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